Kaminabend als Auftaktveranstaltung des Selber MINT-Tages 2019

Vom Molekül zum Material … und danach

Unter diesem Motto stand der Kaminabend als Auftaktveranstaltung des Selber MINT-Tages 2019

70 Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Vertreter der Wirtschaft und Oberbürgermeister Pötzsch sowie Landrat Dr. Döhler haben sich am Dienstag, den 15. Januar um 16 Uhr im Schloss Erkersreuth im Kaminzimmer zum Kamingespräch eingefunden. Als Referenten konnten Prof. Dr. Sven Hüttner und Prof. Dr. Andreas Greiner von der Uni Bayreuth gewonnen werden. Moderiert wurde die Veranstaltung durch Detlef Sachs, Ausbildungsleiter bei Vishay Selb, und Tabea-Stephanie Amtmann, Schulleiterin des Walter-Gropius-Gymnasium Selb. Das Kamingespräch eröffnete Landrat Dr. Karl Döhler, der alle Anwesenden herzlich begrüßte und die Wichtigkeit dieser einzigartigen Veranstaltungsreihe hervorhob. Immer noch gäbe es zu wenige MINT-Spezialisten und Nachwuchskräfte und das müsse sich schnell ändern. Im Anschluss startete Prof. Dr. Sven Hüttner mit seinem Impulsvortrag „Vom Molekül zum Material … und danach“. Der junge Professor begeisterte alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit praktischen Beispielen, um die Unterschiede zwischen chemischer Physik, physischer Chemie und einer Vielzahl anderer Kombinationen näher zu bringen und so auch aktuelle Themen wie Solarzellen, Handydisplays oder Verarbeitung von Plastikmüll aus physischer Sichtweise zu betrachten. Mit Vortragsende wurde die Diskussionsrunde durch die Moderatoren eröffnet. Die Schüler konnten nun vorbereitete Fragen zum Thema des Abends, aber auch allgemein zu MINT-Thematiken stellen. Prof. Dr. Andreas Greiner, Prof. Dr. Sven Hüttner, Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch, Landrat Dr. Karl Döhler, Karin Wolf, Geschäftsführerin der Rausch & Pausch GmbH, Sabrina Kaestner, Geschäftsleitung und Projektmanagement Wirtschaftsregion Hochfranken e.V. und Nicole Fleischmann, MINT-Managerin des Landkreises Wunsiedel im Fichtelgebirge, beantworteten bereitwillig alle Fragen, die den Teilnehmern unten den Nägeln brannten. Auf Fragen wie „Wie wichtig ist es, sich vor Studienbeginn für genau einen MINT-Bereich festzulegen und woher weiß ich im Vorfeld, was genau davon ich tiefgehender behandeln möchte?“, „Darf ich im Unternehmen weiterhin mit Universitäten oder anderen Kontakten aus dem Studium zusammenarbeiten?“, „Muss ich im Studium Englischkenntnisse haben?“, oder „Wie wichtig sind Auslandsaufenthalte für die spätere Karriere?“ gaben die Referendare ausführliche, interessante Antworten aus verschiedensten Blickwinkeln. Dies kam besonders gut an, denn die Vielseitigkeit entstand nicht nur durch die unterschiedlichen Sichtweisen aus verschiedenen Altersgruppen der Referenten, sondern auch durch die individuellen Werdegänge und Berufe jedes Einzelnen. Betont wurde besonders, dass „MINT-Köpfe“ definitiv in allen Bereichen gebraucht werden und, dass eine Zusammenarbeit mit verschiedensten Forschungsabteilungen immer möglich und gerne gesehen sei. Doch nicht nur die sonnigen Seiten wurden von den Professoren angesprochen: Ein Studium in der Forschung erfordert enorme Selbstdisziplin und Ehrgeiz, denn es ist anspruchsvoll und extrem umfangreich. Doch mit erfolgreichem Abschluss stehen Jedem sehr viele Türen in verschiedensten Bereichen offen.

Geschlossen wurde die Runde durch Schirmherr des Selber MINT-Tages, Oberbürgermeister der Stadt Selb, Ulrich Pötzsch, der allen Anwesenden für ihre Teilnahme dankte und den Schülerinnen und Schülern sowie den Unternehmen des Selber Firmennetzwerkes und Organisationen einen interessanten, erfolgreichen Selber MINT-Tag 2019 wünschte. Solch eine Veranstaltung in der Region müsse wahrgenommen werden, denn sie zeichnet sich durch ihre Einzigartigkeit aus und zeigt, welch aufstrebende Unternehmen die Region zu bieten hat. Pötzsch lud anschließend im angrenzenden Rittersaal bei Fingerfood und Getränken zum gemeinsamen Austausch ein, der noch bis in die Abendstunden mit regen Gesprächen fortgesetzt wurde.

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